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Leserbrief zum Artikel „TTIP, Politik hat das Thema zu unsensibel kommuniziert" über eine Diskussionsveranstaltung der CSU

Herausgegeben von in CETA, TTIP und TISA ·
Tags: 03.04.2017
Wo bleiben die echten Zukunftsthemen?

So einfach ist also die Welt zu erklären:
Wenn die Politik nur richtig weich ihre Botschaften verpackt, dann versteht das Volk schon, dass Freihandel nach TTIP und Ceta-Manier gut und ein Entwicklungsmotor für „uns“ ist. Der Begriff „uns“ schließt vor allem die „Guten“ ein, die alles für den Welthandel, der von Europa und den USA beherrscht werden muss, tun.
Die Bösen, das sind die 'TTIP-Gegner, die das „Abkommen als Vehikel missbraucht haben“: So kann man den Artikel „TTIP, Politik hat das Thema zu unsensibel kommuniziert“ auf den Punkt bringen.
Im Artikel geht es nur um Standards, nur um die Konkurrenzmacht China, nur um Exporte. Und der
Begriff „fair“ wird im Artikel nur eingesetzt, um Diskussionen um wirklich fairen Welthandel zu verschleiern. Wo bleiben die echten Zukunftsthemen, die die vielen Gegner des geplanten Freihandelsabkommen immer wieder bei den Verhandlungen eingefordert haben?
Nur eine bäuerliche Landwirtschaft hat Zukunft, aber die kann gegen die amerikanische Agrarindustrie nicht bestehen. Mit den geplanten Freihandelsabkommen werden
Großkonzeme das Sagen haben. Verbraucherlnnen wollen keine Gentechnik im Essen, aber globale Agrarstrukturen brauchen die Einfalt und Konformität der Agrogentechnik.

Fairness kein Thema
Fluchtursachen sind Folgen globaler Abschottung und Ausbeutung durch die Weltmächte, aber einen echten fairen Freihandel, der die weltweiten Völkerwanderungen aufhalten könnte, hat TTIP nicht auf dem Bildschirm.
Welthandel muss die globalen Probleme in den Fokus nehmen, den Klimawandel, die knappen Ressourcen an Rohstoffen, die weltweiten Wasservorräte, die gerechte Nutzung der
Ressource Boden. Aber diese Themen standen bei den TTIP - Verhandlungen nicht auf der Agenda.
Die Herren der Rother Talkrunde scheren sich nicht um so „unwichtige“ Themen wie bäuerliche Landwirtschaft, wie regionales Essen, wie Saatgut, wie Gentechnik im Essen,
wie Klima, wie Landnutzung, wie Subsistenzwissen, wie Ernährungssouveränität, wie die Welt morgen sein wird, wenn Klimaflüchtlinge weltweit unterwegs sein werden, wenn nur noch wenige Weltkonzerne sagen, wie und wo welche Lebensmitte möglichst billig angebaut und
vertrieben Werden.
Vernetztes Denken und Zukunftsthemen außerhalb von Dollarzeichen in den Augen und Weltkonzernen im Blick gibt es für diese Herren nicht!
Deshalb waren auch bei der Talkrunde die TTIP - Befürworter unter sich!

Karin Holluba-Rau, Grünen-Stadträtin, Schwabach



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